|
Der ASB besteht seit über einhundert Jahren. Er wurde 1888 in Berlin gegründet, indem 6 Zimmerleute durch einen Aufruf eine Bewegung ins Leben riefen, die gegen die damals herrschenden schlechten Arbeitsbedingungen mit einer großen Unfallhäufigkeit gerichtet war. Sie hatte den Charakter einer Selbsthilfe der Arbeiter, wobei der Arzt Dr. Alfred Bernstein in Schulungen über die "Erste Hilfe bei Unfällen" informierte.
Hieraus entwickelte sich ein breites Interesse bei den Arbeitern aus vielen Berufen. Über "Samariter-Lehrkurse" für Arbeiter, entstanden so genannte "Arbeiter-Samariter-Kolonnen", die mit Taschenapotheken, Verbandpäckchen und Armbinden ausgestattet waren. Im Kampf gegen Großkatastrophen (wie z.B. der Explosion am 21. September 1921 in Oppau [Pfalz] mit 414 Toten und hunderten Verletzten) gab es die ersten Bewährungen der Arbeiter-Samariter-Kolonnen. Ebenfalls in den zwanziger Jahren entwickelte sich die Sanitätsbetreuung großer Sportfeste und der Aufbau von Rettungsdiensten und Krankentransporten. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten schlug auch die Stunde des ASB. Er wurde verboten und sein gesamtes Vermögen von etwa 50 Mio. Reichsmark an das von den Nazis Gleichgestaltete Deutsche Rote Kreuz und die Sanitätsstellen der SA und SS übertragen.
Die herausragendsten Aktivitäten des ASB waren dann die folgenden Einsätze:
Zu Beginn der Siebziger Jahre wurde überall im ASB der Rettungsdienst auf der Grundlage neuer Erkenntnisse der Notfallmedizin verstärkt. Die Widergründung - denn um eine solche handelte es sich, da bereits seit 1920 in Thale und Quedlinburg ASB-Kolonnen aktiv waren, wobei Herr Vieth der erste Kolonnenführer in den 20er Jahren in Thale war - fand am 18.Mai 1990 im Rahmen einer ersten Mitgliederveranstaltung statt. |
|
|
|