Arbeiter-Samariter-Bund RV Altkreis Quedlinburg e.V.

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15.04.2007 - 17:19 Uhr - Großbrand Möbelwerke Thale

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Am 15.04.2007 kam es gegen 15:30 Uhr zu starker Rauchentwicklung über dem alten Möbelwerk in Thale. Zu dieser Zeit wurden parallel die Feuerwehren Thale und Neinstedt sowie der ASB Rettungswagen aus Thale alarmiert. Zuerst war nicht klar ob die Tankstelle oder das Möbelwerk brannte.

 

Um 17:19 Uhr wurde die ASB SEG Thale zur medizinischen Absicherung und Betreuung von Betroffenen und Einsatzkräften nachalarmiert. Im Einsatz befanden sich außer der SEG die Feuerwehren Thale, Neinstedt, Warnstedt, Weddersleben, Quedlinburg, Ditfurt, Blankenburg, Bad Suderode und Ballenstedt, sowie der ASB RTW Thale und die Polizei mit insgesammt ca. 140 Kräften.

Ein Feuerwehrmann verletzte sich im Einsatz und musste ins Quedlinburger Klinikum gebracht werden. 

 

Einsatzkräfte: 15 Ehrenamtliche Kräfte

Einsatzende: 03:30Uhr

Fahrzeuge: Arzt-Trupp-Wagen, RTW / MZF, KTW "4Tragen", ASB RTW Thale

 

 

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RFH online Videobericht

 

 

Webauftritt - Mitteldeutsche Zeitung  vom 15.04.2007 www.MZ-WEB.de

 

Einstiges Möbelwerk brennt völlig nieder

 

Hunderte Feuerwehrleute stundenlang im Einsatz - Brandstiftung?

 

Thale/MZ. 17 Uhr. Eine riesige schwarze Rauwolke liegt vor dem Harz. Feuerwehrsirenen zerreißen die Sonntagsruhe der Thalenser. In der Neinstedter Straße sammeln sich Schaulustige. Hier ist die Quelle der Rauchwolken. Das seit 2004 geschlossenen Möbelwerk brennt lichterloh. Feuerwehrmänner schnallen sich Atemschutzgeräte um. Vom Korb der Drehleiter über dem Inferno wird Wasser auf die Feuersbrunst gespritzt. Es scheint nur ein Tropfen auf den heißen Stein zu sein.

"Warum holt keiner die Autos weg", fragt Wolf-Dieter Franke (77) seinen Gegenüber. Oswald Weiß (80) schüttelt verständnislos den Kopf. Die Autos des Autohauses am Bodetal bleiben dort, wo sie sind, obwohl kaum 30 Meter weiter Flammen aus der alten Fabrikhalle schlagen. Franke erklärt, dass es wohl schon anderthalb Stunden brenne. Immer mehr Löschfahrzeuge rollen an. Die Thalenser werden von den Freiwilligen Feuerwehren aus Quedlinburg, Neinstedt, Warnstedt, Gernrode und dem Ditfurter ABC-Zug unterstützt. "Wir haben jetzt auch noch Ballenstedt angefordert", berichtet Rainer Stuck, der stellvertretende Wehrleiter.

In die brennenden Hallen können die Feuerwehrleute, die vor allem die Tankstelle und eine Trafostation schützen wollen, nicht. "Wir wissen nicht, was da lagert". Spanplatten, Holz und Akten werden vermutet. Vier Produktionshallen sind nebeneinander stehend von der Straße aus zu erkennen, doch das Gelände ist noch viel tiefer. "Das war hundertprozentig Brandstiftung. Das fängt nicht von allein an zu fackeln", vermutet Stuck. Ein großes Problem seien die Schaulustigen, beklagt er. Manche kommen und machen Erinnerungsfotos und filmen und ignorieren die Absperrungen.

Karina Goericke und Silke Stuck schleppen dagegen Mineralwasserkästen heran. Eigentlich sind sie nur Ehefrauen von Feuerwehrmännern, packen aber wie aktive Mitglieder zu. Einige Meter weiter läuft Uwe Bose (53) mit einem Fotoapparat herum und dokumentiert seinen schlimmsten Alptraum. "Ich habe hier meine Rasentraktoren, den Multicar und Streusalz drin", meint er auf die linke Halle zeigend, die noch nicht außer Gefahr ist. Er war gerade am Forsthaus Eggerode, als er die Rauchwolke sah und Böses ahnend zum erst vor 18 Monaten bezogenen Firmensitz seines Hausmeisterservices fuhr. Sohn Uwe (28) hatte die Wolke sogar von der Rappbodetalsperre aus gesehen.

Sieglinde Schulze, Filialleiterin der Tankstelle neben dem Autohaus, wähnt sich dank neuester Sicherheitstechnik an den Zapfsäulen und Tanks noch in Sicherheit. "Es riecht zwar ein bisschen brenzlig, aber ich sehe mich bei der Feuerwehr in guten Händen."

Unterdessen kommen die Feuerwehren aus Ballenstedt und Blankenburg an, Bad Suderode soll ebenfalls helfen. "Ich will nicht nachdenken, wenn jetzt in Quedlinburg eine Wohnung brennt", meint ein Feuerwehrmann. Daneben machen sich Ulrich Ferfers (37) und Sebastian Rabert (29) von der Thalenser Wehr für den zweiten Löscheinsatz mit den Atemschutzgeräten bereit. "Das wird wohl noch die ganze Nacht durch gehen", bestätigen sie. Menschen kamen laut Polizei nach ersten Erkenntnissen bei dem Brand nicht zu Schaden. Zu Brandursache und Schadenshöhe konnten am Sonntag noch keine Angaben gemacht werden.

 

Quelle: Webauftritt - Mitteldeutsche Zeitung vom 15.04.2007 www.MZ-WEB.de

 


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